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Software Synthesizer

Die digitale Musikproduktion zeichnet sich dadurch aus, dass keine normalen Instrumente mehr gebraucht werden, um Musik zu machen. An deren Stelle tritt eine Reihe von virtuellen Instrumenten, die digital Klang erzeugen. Mit am wichtigsten sind dabei wohl virtuelle Synthesizer. Prototypen für analoge Synthesizer wurden bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelt. In den späten 1960er Jahren fanden sie dann langsam Einzug in die Popmusik, durch Verwendung von Bands wie den Doors, Beatles oder auch Simon and Garfunkel. Zu dieser Zeit wurden die ersten bezahlbaren Modelle auf den Markt gebracht, die außerdem relativ leicht transportierbar waren und sich so auch für Konzerte eigneten. Von da an wuchs der Einfluss des Synthesizers in der Pop-Musik ständig an. In den 90er Jahren erschienen dann die ersten Softwarepakete, die einen physischen Synthesizer am Computer simulierten. Diese reiften schnell heran und wurden schnell eine ernstzunehmende Alternative zu den teureren und sperrigeren analogen Synthesizern.

Aber warum ist der Synthesizer so wichtig für die Musik und deren Produktion geworden? Zunächst hat der Synthesizer den Vorteil, dass sich mit ihm theoretisch jeder Klang erzeugen lässt. Ein Synthesizer kann also ein Piano, eine Trompete oder auch ein Streichinstrument imitieren (auch wenn sich der Unterschied raushören lässt). Aber zusätzlich kann er unzählige neuartige Klänge erzeugen, die bisher von noch keinem Instrument abgedeckt wurden. Die Rede ist von vielen futuristisch anmutenden Bässen oder auch Lead-Stimmen, die so prägend für alle Arten der elektronischen Musik geworden sind.

Ein Synthesizer erzeugt ein Audiosignal, von dem sich dann alle möglichen Parameter verändern und bearbeiten lassen. Man schraubt also an der Frequenz, Tonhöhe, und Klangfarbe herum, bis man ein Ergebnis erreicht, das einen zufrieden stellt. Software-Synthesizer werden in der Regel mit einem MIDI-Keyboard gespielt und somit werden auch MIDI-Noten aufgenommen. Diese haben dann den Vorteil, dass sie sich auch nach der Aufnahme noch verändern lassen. Somit kann man unzählige Klangvarianten für eine aufgenommene Spur ausprobieren, ohne diese jedes Mal neu einzuspielen. Während Software-Synthesizer einen Vorteil haben durch die viel höhere Rechengeschwindigkeit als ihre analogen Vorbilder, zeichnen sich analoge Synthesizer vor allem durch ein gutes Handling aus, da alle Regler und Knöpfe physisch vorhanden und bedienbar sind. Außerdem laufen analoge Systeme oft noch ein wenig zuverlässiger als Emulationen, die auf einem Computer laufen. Trotzdem sind Software-Synthesizer aus der heutigen Musikproduktion nicht mehr wegzudenken.